Fall 18: Entschwunden

Zürich 2017: In der Limmatstadt regiert das Verbrechen. Und es wird auch weiterhin regieren. Der unerschrockene Polizeipräsident Pilch und seine drei Mitarbeiter der Kripo Zürich lösen sich auf ...

 

 

PILCH: Ich fühle, dass sich meine Existenz langsam auflöst.

 

 

 

KOTTAN: Jetzt wo sie es sagen. Es ist wie im 'The Pink Panther strikes again', wo sich am Schluss Chefinspektor Dreyfuss - getroffen von der Wunderkanone des entführten Professor Fassbender - langsam in Luft auflöst, Stücklein um Stücklein, bis nur noch ein letztes Augenzucken die Welt verabschiedet.

 

 

 

PILCH: Genau. Wer soll unser Werk fortführen, wenn wir nicht mehr da sind? Wo sind eigentlich Schrammel und Schremser. Ich wollte mich noch bei ihnen bedanken und dann eine letzte Konferenz abhalten.

 

 

 

KOTTAN: Sind schon entschwunden. Wird dann wohl eine Abdankungsrede, aber warten sie noch einen Moment, bis meine Ohren weg sind ...

 

Schreibbüro Toni Saller: b-schreiben.ch, tonisaller@hotmail.com

 

 

 

Fall 17: Die beste Karte

 

 

Zürich 2016: In der Limmatstadt regiert das Verbrechen. Nicht zu glauben, ein weiterer Prominenter musste dran glauben. Doch der unerschrockene Polizeipräsident Pilch und seine drei Mitarbeiter der Kripo Zürich sind noch da...

 

Pilch: „Wie viele Prominente müssen eigentlich noch sterben. Ich selber bin gefährdet, ich spüre es. Ich fordere Polizeischutz, rund um die Uhr.“

 

Kottan: „Zuerst haben wir einen Fall zu lösen. Dieser Roman Kilchsperger, im Tram, im Depot, nachts um 1:00 Uhr haben sie ihn entdeckt.“

 

Pilch: „Unglaublich, der Mann war doch beliebt, überall. Ich kenne ihn gut. Er hat mich schon oft gefragt, wann kommen sie endlich in unseren 'Dunschtigjass'.“

 

Kottan: „Dafür müssten sie Jassen können.“

 

Pilch: „Kottan, bitte, lösen sie den Fall und bringen sie mir den Täter, tot oder lebendig. Ich werde derweil meine Ansprache für heute Abend vorbereiten. Aber wie verabschiedet man einen Jasskönig?“

 

Kottan: „Es werden ihnen schon die richtigen Worte einfallen, davon bin ich überzeugt.“

 

Kottan trommelt seine Kollegen zusammen.

 

Schremser: „Im weissen Wind, um 11:30 ok. Jaja, ich bringe die Jasskarten mit. Aber wieso gehen wir nicht in die Stammbeiz dieses Kilchspergers, dort erfahren wir nebenbei vielleicht noch was.“

 

11:30 sitzen die drei im 'Chropf'. Kottan bringt Wachtmeister Studer mit, damit zu viert einen 'Schieber' klopfen können. Kottan mischt eifrig die Karten und beginnt sie auszugeben.

 

Schrammel: „Was soll das, was willst du mit den Karten, die Zukunft lesen?“

 

Kottan: „Scheisse, damit habe ich nicht gerechnet, du bist ja dabei. Du hast vom Jassen soviel Ahnung wie unser Pilch.“

 

Entmutigt und demotiviert winkt er die Bedienung an den Tisch.

 

Kottan: „Für mich einen Kaffe Schnaps und äähh, sagen sie mal, wann war der Kilchsperger zum letzten Mal hier für einen Jass?“

 

Kellner: „Das war am letzten Freitag, hier, am gleichen Tisch wo sie jetzt sitzen. Das wurde ganz schön laut. Ja, wenn es ums Jassen geht, verstehen sie keinen Spass. Er hat wie so oft mit Jürg Randegger zusammen gespielt, gegen Peach Weber und Hanspeter Müller. Alles Prominente.“

Kottan: „Jaja, wie unser Pilch, wir wissen schon. Und, hat es Zoff gegeben?“

 

Kellner: „Und wie, aber ich weiss nicht genau wer mit wem. Aber am Schluss musste Kilchsperger und Randegger ganz schön was auf den Tisch legen.“

 

Die Ermittler lehnen sich entspannt zurück und studieren die Speisekarte.

 

Schremser: „Was können sie empfehlen?“

 

Kellner: „Siedfleisch, wird immer wieder gern genommen.“

 

Kottan: „Also, viermal, und dazu einen anständigen Zürcher Landwein.“

 

Schremser: „Tu tust ja geradeso, als sei der Fall schon gelöst.“

 

Kottan: „So gut wie, da bin ich mir sicher.“

 

Drei Stunden später ist das Siedfleisch verdaut und sie sitzen auf der Hauptwache mit Jürg Randegger zur Vernehmung. Es genügt ein wenig Druck auf das Mitglied des Cabaret Rotstifts und es sprudelt nur so aus ihm heraus, das Geständnis.

 

Kottan: „Und wieso das ganze? Wegen den lausigen 200 Franken?“

 

Randegger: „Aber verstehen sie doch. Der Mann leitet eine Jass-Show und hat keine Ahnung vom Jassen. Mit drei Stichen machte der Vorhand einen doppelten Trumpf, wo ich doch acht sichere für einen 'Uneufe' in den Händen habe. Und dann verwerfe ich bei seinem dritten Trumpf Eichle. Und was bringt er dann?“

 

Kottan: „Das fragen sie am besten unseren Schrammel hier.“

 

Schrammel: „Häää?“

 

Die drei machen Feierabend, noch vor der grossen Pressekonferenz, die der Polizeipräsident gut hörbar in seinem Büro übt.

 

Pilch: „Einer ist von uns gegangen, ohne dass er seine beste Karte hat spielen können ... „

 

Schremser: „Wir sollten ihn gegen Randegger jassen lassen.“

 

 

Kottan: „Mit ihm, Paul, mit ihm.“

 

 

Schreibbüro Toni Saller: b-schreiben.ch, tonisaller@hotmail.com

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Fall 16: Ausgeruft

Zürich 2017: In der Limmatstadt regiert das Verbrechen. Selbst beim Sport, dem sonst so zuverlässigen Botschafter für Fairness und Correctness. Zum Glück ist da noch unser Polizeipräsident Pilch und seine unerschütterliche Truppe ... 

 

 Kottan sitzt in bekannter Pose vor dem Fernsehgerät in seiner kleinen Zweizimmerwohnung in Wiedikon, vor sich Erdnüsse und Pommes Chips, wichtiger noch das Bier, Feldschlösschen in seinem Fall. Eine grössere Wohnung liegt bei seinem schmalen Gehalt in Zürich nicht drin.

 

Aus dem Fernseher: „Die Schweiz führt eins zu null gegen Portugal, sensationell, wenn das so bleibt ist unsere Fussballnationalmannschaft qualifiziert.“

 

Kottan überlegt, auf den 'Welschen' zu schalten, dieser Sascha Rufer ist grundsätzlich unerträglich und verbraucht seine Energie dann doch für das nächste Feldschlösschen.

 

In Minute 37 beginnt Kommentator Rufer mit einem schlimmen Hustenanfall.

 

Endlich trifft er mal den richtigen Ton zum Spiel,“ denkt sich Kottan. Der Anfall endet abrupt und das tonlose Spiel geht so bis fast bis zur Halbzeit weiter. „Kapieren die endlich, dass kein Ton besser ist wie die Stimme von Rufer, gratuliere.“

 

Die Freude währt nicht lange, es übernimmt Rainer Salzgeber aus dem Studio und Kottan gelingt es auf spektakuläre Weise, mit seiner Ferse umgehend den Kanal zu wechseln.

 

In der 65.Minute ist die Führung dahin, immerhin begleitet von einer angenehmen französischen Stimme. Der Festnetzanschluss läutet Sturm. Klar, es ist Pilch: „Schauen sie denn das Spiel nicht? ... Was, nicht auf dem Deutschschweizer? Wieso denn nicht?“

 

Kottan: „Sie wissen doch, mein Arzt hat mir Walliser-Deutsch verboten.“

 

Pilch: „Ach so, ja. Ich habe einen Anruf vom Fernsehen DRS bekommen. Ihr Kommentator Rufer sei während dem Spiel von einem starken Hustenanfall heimgesucht worden.“

 

Kottan: „Hab ich mitbekommen. Hat der Mann geraucht, und das als Sportreporter? Der müsste doch ein Vorbild sein.“

 

Pilch: „Nach dem Anfall ist er zusammengebrochen, tot. Er wurde durchs Mikrophon vergiftet. Eilen sie mit unserer Truppe sofort nach Bern ins Wankdorf. Ich bleibe derweil vor dem Kasten. Jemand muss ja wissen, wie das Spiel ausgeht.“

 

Auf dem Weg nach Bern diskutieren Kottan, Schremser und Schrammel die Frage, wer als Täterschaft in Frage kommen könnte.

 

Schremser: „Auf jeden Fall jemand, der Fussball liebt.“

 

Kottan: „Und etwas von Fussball versteht.“

 

Schrammel: „Und Humor hat.“

 

Schremser: „Dann wären allenfalls auch Salzgeber, Wyler und Hüppi gefährdet. Sollen wir Pilch informieren und Polizeischutz für die Herren anfordern?“

 

Kottan: „Wir warten auf den Tatbeweis.“

 

Schremser: „Verstehe.“

 

Drei Stunden später auf der Heimfahrt nach Zürich haben die drei wenige, bis gar keine handfesten Hinweise auf die Täterschaft. Ein Berner Polizist meinte zum Abschied spöttisch, er habe selten so ideenlose und desinteressierte Ermittler gesehen. Kottan hält immerhin eine Visitenkarte der 'Sportbar' aus Zürichs Kreis 4 in der Hand, gefunden auf dem Boden, wo mit ziemlicher Sicherheit das Gift in den Mikrofonschlauch gepumpt wurde.

 

Am folgenden Abend sitzt Kottan in der Sportbar vor einem Bier und betrachtet das rege Treiben an dem offenbar angesagten Ort. Auffallend eine angeregt diskutierende Gruppe junger Männer, die sich fröhlich mit dem teuersten Champagner zuprosten und über Fussball fachsimpeln. Es wird im schnell klar: Die Leute sind Fussballfans, haben Humor und verstehen etwas von Fussball. Klar, Leute aus der Alternativliga.

 

Kottan bestellt für sich und die Herren an der Theke eine Flasche günstigen Prosecco, hebt sein Glas und prostet der heiteren Runde zu: „Auf euer Wohl, Tschuldigung, Kottan mein Name, Kripo Zürich und schon wieder einen Fall gelöst.“

 

Schreibbüro Toni Saller: b-schreiben.ch, tonisaller@hotmail.com

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Fall 15: Streng geheim

 Zürich 2017: Der Nachrichtendienst des Bundes, der NDB, bittet Polizeipräsident Pilch um die Mitarbeit in einem heiklen und geheimen Fall. Der unerschrockene Heribert und seine drei Mitarbeiter der Kripo Zürich sind zur Stelle ... 

 

Pilch, ausnahmsweise am Telefon mit gedämpfter Tonlage: „Kottan, sofort zu mir, aber unauffällig. Und bringen sie ihre beiden Mitarbeiter mit, äähh ..., die Namen sind mir im Moment entfallen.“

 

Kottan: „Sehr gern.“

 

Später bei Pilch im Büro.

 

Pilch: „Der NDB, ich muss ihnen ja hoffentlich nicht erklären, wer das ist, bittet mich um Mitarbeit. Ich will anfügen, das kann soweit niemanden erstaunen, die da oben in Bern wissen halt auch, wo die Kompetenz sitzt.“

 

Dabei erhebt sich der Polizeipräsident von seinem Thron und plustert sich vor seinen Mitarbeitern pfauenartig auf. Kottan nickt anerkennend, Schremser und Schrammel kramen in ihren Taschen, wohl auf der Suche nach ihren Ohrenstöpseln.

 

Pilch: „Aber zur Sache. Der NDB möchte, dass wir einen delikaten Auftrag für ihn erledigen. Der deutsche Geheimdienst BND will ihnen nämlich Daniel M überstellen. Sie kennen ja wohl die Geschichte, die in allen Medien breitgetreten wurde.

 

Kottan: „Ja und dann wurde es plötzlich still in diesem für den NDB peinlichen Fall.“

 

Pilch: „Bitte keine Spekulationen jetzt. Sie drei sollen ihn in Frankfurt abholen und nach Bern überstellen, mehr nicht. Unauffällig, wenn ich bitten darf. Und natürlich ist das streng geheim. Ich darf sie darauf hinweisen, dass wenn wir Kriegsrecht hätten, Landesverrat nach wie vor mir der Todesstrafe geahndet würde.“

 

Schremser: „Auch für die beteiligten Vorgesezten?“

 

Pilch: „Was fällt ihnen ein, ich bin über jeden Zweifel erhaben.“

 

Bereits eine Stunde später sitzen die drei Zürcher im Speisewagen des ICE nach Frankfurt bei einem Bier und klopfen einen 'Pandur'. Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof der Rhein-Main-Metropole schüttelt Kottan resigniert den Kopf, das Spiel ist nichts für Schrammel, scheint seine Geste zu signalisieren.

 

Vier Beamte des BND stehen am Ende des Perron, in ihrer Mitte Daniel M. Die stummen Deutschen übergeben einen stummen Schweizer.

 

Auf der Rückfahrt fragt Kottan den immer noch in sich gekehrten Daniel M: „Können sie jassen? 'Schieber' vielleicht?“

 

Nach einer halben Stunde kann Kottan endlich einen blendenden 'Une Ufe' vorhand ansagen, da vibriert sein Mobile.

Hier NDB, Seiler persönlich, der Chef von dem Laden. Hören sie. Wo sind sie jetzt? ... Noch in Deutschlang, sehr gut. Also sie machen jetzt folgendes: Sie nehmen diesen Daniel M und schmeissen ihn bei der nächsten Station raus. Und kommen alleine zurück in die Schweiz. Präsident Pilch wird sie dann über die Gründe aufklären. Das heisst, wenn er imstande war, den komplizierten Sachverhalt zu begreifen.“

 

Auf eine einfache Erklärung gefasst, treten die Ermittler ins Büro an der Sihl.

 

Pilch: „Man hat in letzter Sekunde herausgefunden, dass der Daniel M ein doppelter Doppelagent war, wenn sie wissen, was das ist. Ich sage nur soviel, er wurde 4 mal gedreht, den Rest können sie sich selber zusammenreimen.“

 

Die drei nachdenklichen Köpfe schien leer zu laufen.

 

Schremser reagierte als erster: „Das heisst, sie wissen nicht mehr, für wen er eigentlich arbeitet.“

 

Pilch: „So könnte man es auch formulieren, richtig. Nun, ich werde wohl diesmal eine geheime Geheimpressekonferenz abhalten müssen.“

 

Kottan: „Soll ich die geheime Presse aufbieten? Auf wann?“

 

 

Pilch: „Das ist geheim.“

 

Schreibbüro Toni Saller: b-schreiben.ch, tonisaller@hotmail.com

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Fall 14: Das Foulard

 Zürich 2016: In der Limmatstadt herrscht immer noch Flaute, keine Kapitalverbrechen weit und breit. Heribert Pilch ist besorgt, bleibt aber weiterhin unerschrocken und beauftragt seine drei Mitarbeiter der Kripo Zürich, sich alte und ungelöste Bagatellfälle vorzunehmen ... 

 

 

 Pilch: „Kottan, ich habe den wichtigsten Fall für sie herausgesucht. Kommen sie sofort in mein Büro.“

 

Kottan: „Wie der Herr wünschen.“

 

Mayor Kottan stemmt seine Füsse vom Pult und macht sich voller Erwartung in den oberen Stock des Kripogebäudes an der Sihl. Vor der Tür seines Präsidenten hebt er reflexartig die Hand, um zu klopfen, ebenso reflexartig lässt er es bleiben, denn er weiss, dass drinnen Pilch seinen Kopfhörer aufgesetzt hat, um sich seine gesammelten Pressekonferenzen anzuhören. Das macht er jeden Tag um diese Zeit.

 

Pilch: „Können sie nicht Klopfen, bevor sie eintreten. Also zum Fall. Eine schreckliche Sache, sie erinnern sich vielleicht. Es war vor zwei Jahren. Ich sollte Hauptgast in der Sendung von Kurt Aeschbacher sein. Aeschbi und ich sind gute Freuende, aber das wissen sie ja. Die Sendung konnte nicht stattfinden, weil Kurt am Abend vorher am Dörflifest in der Altstadt von einem Unbekannten attackiert wurde, mit seinem eigenen Foulard hinterrücks beinahe erdrosselt. Der Täter konnte unerkannt entkommen. Eines der schwärzesten Tage des Schweizer Fernsehen. Bringen sie mir den Täter, tot oder lebendig.“

 

Kottan: „Ihr Wunsch ist mir Befehl.“

 

Pilch setzt sich seinen Kopfhörer auf, wohl als Zeichen für Kottan gedacht, sich an die Arbeit zu machen. Resigniert tritt er ins Büro seiner Kollege.

 

Schremser: „Du warst beim Chef? Alles klar. Wohin gehen wir, in den 'Weissen Wind' oder ins 'Kanzlei'?“

 

Kottan: „Gehen wir ins Dorf. Das hat mit unserem Fall zu tun, und dort kann ich besser nachdenken.“

 

Schrammel: „Alles klar.“

 

Nach dem dritten Bier beginnen die Köpfe zu arbeiten und Paul Schremser bringt die erste Idee.

 

Schremser: „Gehen wir doch einfach in die Höhle des Löwen, zu Aeschbi.“

 

Zwei Bier später machen sich die drei auf den Weg, so ein Besuch will angetrunken sein.

Aeschbi zeigt sich erleichtert, dass sich die Polizei endlich noch einmal seinem Fall annehmen will.

 

Aeschbi: „Schrecklich, seit dieser Zeit getraue ich mich fast nicht mehr auf die Strasse.“

 

Kottan: „Haben sie Hinweise für uns.“

 

Aeschbi: „Hier ist das 'Corpus delicti', das Foulard. Ich habe es so geliebt, aber seit dieser Attacke kann ich es nicht mehr tragen, schrecklich.“

 

Schrammel: „Fabric Frontline, sehr schön. Ich hab auch so eines. Fühlt sich wunderbar an auf der Haut.“

 

Schremser: „Wieso ist das so matt, so verwaschen?“

 

Aeschbi: „Ach, da ist mir ein Patzer unterlaufen. Ich habe es 90 Grad gewaschen, dabei ist doch klar, für solch schöne Seide ist maximal 40 Grad erlaubt. Das werd ich mir nie verzeihen. Und der Andy wohl auch nicht.“

 

Kottan: „Andy Stutz weiss von dieser Barbarei?“

 

Aeschbi: „Leider.“

 

Zwei Stunden später führen die drei erfolgreichen Ermittler den geständigen Übeltäter Andy Stutz aus seinem Domizil und überstellen ihn der Staatsanwaltschaft für die Aufnahme des Protokolls.

Auf die von Heribert Pilch kurzfristig angesetzte Pressekonferenz verzichten sie grosszügig und verbringen den Abend im 'El Lokal' gegenüber dem Kripohaus.

Erst spät und mit einigen Prozenten stellt sich dort ihr Mitgefühl für den schweren Gang ihres Chefs vor die Mikrofone ein, war doch auch er ein begeisterter Kunde des Seidenkönigs.

 

Schreibbüro Toni Saller: b-schreiben.ch, tonisaller@hotmail.com

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